„Menschen mit Behinderungen und ihre Familien: Fragile Systeme – Glück inklusive?“
Diesen Fragen widmet sich die mehrfach ausgezeichnete Journalistin und Filmemacherin Tabea Hosche am Dienstag, 1. Dezember 2026, um 19.00 Uhr in der Alten Landwirtschaftsschule in Billerbeck. Zu dem Vortrags- und Gesprächsabend unter dem Titel „Menschen mit Behinderungen und ihre Familien: Fragile Systeme – Glück inklusive?“ lädt das Netzwerk Inklusion Billerbeck ein.
Tabea Hosche beschäftigt sich seit vielen Jahren journalistisch mit den Themen Behinderung und Inklusion. Seit 19 Jahren arbeitet sie als freiberufliche Filmemacherin und Auftragsproduzentin für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Für ihre dokumentarischen Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Sozialpreis 2025 in der Kategorie Bewegtbild.
In ihren Filmen richtet Hosche den Blick auf Menschen mit Behinderungen, ihre Lebensgeschichten und die Bedingungen gesellschaftlicher Teilhabe. Dabei verbindet sie journalistische Genauigkeit mit einer besonderen Nähe zu den Menschen, die sie begleitet. Seit einigen Jahren gibt sie ihre Erfahrungen zudem als Referentin und Dozentin weiter und setzt sich insbesondere mit Fragen der Inklusion sowie mit der Perspektive von Eltern beeinträchtigter Kinder auseinander.
Diese Perspektive ist für Tabea Hosche nicht allein eine professionelle. Sie ist selbst Mutter einer Tochter mit körperlicher und kognitiver Beeinträchtigung. Über das gemeinsame Familienleben mit ihrer Tochter und deren beiden Geschwistern hat sie drei autobiografische Dokumentarfilme gedreht. Damit verbindet sich in ihrer Arbeit die journalistische und gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit einer sehr persönlichen Erfahrung.
In ihrem Vortrag in Billerbeck nimmt Tabea Hosche Familien als mitunter „fragile Systeme“ in den Blick. Sie fragt danach, was Familien trägt, wo Unterstützung gelingt und wo institutionelle oder gesellschaftliche Strukturen zusätzliche Belastungen erzeugen. Dabei geht es nicht nur um Schwierigkeiten und Grenzen. Die Frage „Glück inklusive?“ öffnet zugleich den Blick auf Lebensqualität, Beziehungen und Zugehörigkeit – und auf die Vorstellungen von einem gelungenen Leben, die unsere Gesellschaft prägen.
Der Abend verspricht einen ebenso persönlichen wie fachlich fundierten Blick auf das Leben von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien. Zugleich lädt er dazu ein, über Inklusion nicht nur als gesellschaftliches Ziel, sondern als konkrete Erfahrung im Alltag von Menschen und Familien nachzudenken. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Austausch und Gespräch mit Tabea Hosche.
Termin: Dienstag, 1. Dezember 2026, 19.00 Uhr
Ort: Alte Landwirtschaftsschule, Billerbeck
Veranstalter: Netzwerk Inklusion Billerbeck

